Das Anliegen der Schweizer Werbung SW ist es, konsequent
gegen Werbeverbote und andere die freie Marktwirtschaft bedrohende
Massnahmen vorzugehen. Die SW hat sich diesen Kampf auf die
Fahne geschrieben und bemüht sich, die Politiker, die Wirtschaftsverantwortlichen,
die Medien und die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren.
Es ist leider noch nicht jedem klar geworden, dass die latent vorhandene
Werbe- und damit Wirtschaftsfeindlichkeit ganz massiv grundlegende
Rechte wie die Handels- und Äusserungsfreiheit, ja letzten
Endes sogar die Pressefreiheit oder zumindest die Medienvielfalt
bedroht. Wer nicht werben darf, kann sich praktisch aus dem Wirtschaftskarussell
verabschieden. Und wer dies tun muss, hinterlässt tiefe Wunden
in der Beschäftigungsfront.
Ein solch negatives Szenario ist durchaus denkbar, gibt es doch
neben den weitverbreiteten Einschränkungen und Verboten für
Tabakwerbung vor allem in der EU Bestrebungen, Werbung für
Süssprodukte (machen dick und sind damit schädlich), Autos
(sind laut einer Formulierung der EU-Kommission «potentiell
tödliche Industriegüter») und natürlich Alkohol
(schlecht für Gesundheit und Gesellschaft) einzuschränken
oder gar zu verbieten. Es ist also nicht so, dass bloss die Zigarettenbranche
von Werbegegnern attackiert wird, es geht hier um mehr.
Und erstaunlicherweise sind die Gegner solcher Einschränkungen
bisher ausgesprochen zurückhaltend gewesen, was nur schwer
zu verstehen ist, haben Werbeverbote doch Konsequenzen auf die Befindlichkeit
unserer gesamten Wirtschaft, unserer Gesellschaft und
damit unseres Staates.
In jüngster Zeit mehren sich die Werbeverbote auf kantonaler
Ebene, und die SW, die bisher vor allem national tätig war,
ist rein strukturell nicht in der Lage, alleine aktiv gegen diese
regionalen Bestrebungen vor zu gehen. Sie hat deshalb zusammen mit
dem Gewerbeverband die «Allianz gegen Werbeverbote»
gegründet, welcher inzwischen über zwanzig Institutionen
und Firmen angehören.
Im Schulterschluss mit der Branche wird die SW im Rahmen ihrer Möglichkeiten
alles versuchen, die teilweise fundamentalistischen Bestrebungen
der Werbeverbotsbefürworter zu unterbinden. Denn die SW ist
der Meinung, dass für Produkte, die legal auf dem Markt vertrieben
werden, Werbung erlaubt sein muss.
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