Engpässe im Internet sind mühsam. Da hilft ADSL aus dem Stau. Das zumindest verspricht ein Inserat der aufgesetzten Art. Abgesehen davon, dass kein Mensch weiss, was ADSL heisst, müssen wir jetzt auch noch eine Kampagne über uns ergehen lassen, welche nicht nur an den Haaren sondern gleich einer vollen Mähne herbeigezogen ist. Zur Veranschaulichung der gesteigerten Form des Adjektives «schnell» werden plakative Vergleiche bemüht, welche reichlich abstrus sind: So versucht zum Beispiel ein Homeworker wertvolle Zeit dadurch zu gewinnen, dass er Spaghettis mit einem Bohrer in mundgerechte Portionen wickelt, und eine junge Frau streicht ihre Fussnägel mit einer Rolle, die normalerweise flächendeckend für Wände eingesetzt wird. Lustig nicht? Schneller geht das alles eventuell schon, bloss, was ist das Ergebnis? Die Spaghettis kleben, der physikalischen Kraft der Zentrifuge gehorchend, an Decken und Wänden, und der Fusslack wird grossflächig und rot auf der halben Extremität kleben. Was also schneller ausschaut, ist in Tat und Wahrheit nachhaltig umtriebiger. Auf ADSL übertragen heisst das, dass zwar die Verbindung schneller zustande kommt, dass man aber dann die Konsequenzen des fixeren Zugangs mit irgendwelchen Aufräumaktionen wieder einbüsst. Und das kann ja kaum der Sinn der Sache sein. Oder heisst ADSL gar am Ende: Aber Danach Surfts Langsamer?
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