Sport ist, wie kaum etwas anderes, in der Lage, Emotionen auszulösen. Siege führen zu epidemieartigen, euphorischen Zuständen, Niederlagen zu lähmenden Depressionen. Als Simon Ammann seine ebenso wundersame wie kurze Flugphase erlebte, hob das ganze Land gefühlsmässig vom Schanzentisch ab und schwebte tagelang auf Glückes Flügeln. Solche Momente sind rar im Schweizer Sport. Und deshalb unvergesslich. Beim Alpin-Ski muss man weit zurückblättern, um in den Genuss einer erhebenden Erinnerung zu kommen. Seit geraumer Zeit herrscht hier die reine Trübsal. Und die Schwermut scheint uns auch heuer wieder zu begleiten, haben die Schweizer Skifahrer doch beim Auftakt in Sölden erneut schwer enttäuscht. Und jetzt kommt ein Inserent und gräbt noch in der Wunde: Man kann eine Reise an die Olympischen Spiele in Turin gewinnen. Mit Thomas Pfyl ist ein junger und erfolgreicher Behindertensportler abgebildet, und dies obschon man bei Olympischen Spielen wohl eher an Cuche und Co. denkt. Doch so wie die Saison begonnen hat, reist man mit Vorteil nicht nach Turin, sondern an die Paralympics nach Sestrière. Dort gibt es sicher mehr zu jubeln.
|