Jede Marke hat ein Image. Oder versucht wenigstens eins zu haben. Das Image des schwedischen Möbelherstellers Ikea ist, wenn ich mich nicht irre, relativ eindeutig: Möbel für das kleine Portemonnaie. Kommuniziert wurde das bisher mit einem Schuss Schalk, einem röhrenden Elch und einem Slogan, welcher Ikea ironisch und sympathisch als «unmögliches Möbelhaus» positionierte. Doch damit ists jetzt vorbei: Jetzt hat der Intellekt Einzug gehalten in Stockholm oder wo auch immer die Kampagne kreiert wird. Man macht jetzt auf vergleichende Werbung der anspruchsvollen Art, indem man Ikea-Möbel Produkten anderer Branchen preislich gegenüberstellt. Damit das auch jedermann versteht, werden die Anzeigen mit fingierten Kassenzetteln versehen. Und so erfährt man dann, dass eine Golduhr sage und schreibe 5\'500 Franken kostet, ein Arbeitstisch bei Ikea aber bloss deren 3\'114.–. Ein überzeugendes Argument. Vielleicht sollte mal jemand den Ikea-Werbern erklären, dass mit vergleichender Werbung Artikel derselben Kategorie gegeneinander abgewogen werden. Es scheint als wolle Ikea sein Image revidieren. Vom unmöglichen Möbelhaus zum Möbelhaus mit unmöglicher Werbung.
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