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| «KomKom» - Kommentar zur Kommunikation |
01.10.2009
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Fernseh-Highlight
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In seinem 1500-seitigen Monsterwerk «Unendlicher Spass» hat der US-Autor David Forster Wallace die Oberflächlichkeit der modernen Spassgesellschaft angeprangert und damit die These von Neil Postman aufgenommen, der in seinem Buch «Wir amüsieren uns zu Tode» vor über 20 Jahren die Inhalts- und Niveaulosigkeit der elektronischen Medien kritisiert hatte. Postmans Warnung verblasste vor dem Quoten-Zwang, die meisten Programme wurden noch seichter, um nicht zu sagen noch geschmackloser. Gelegentlich gibt es jedoch Highlights: Die Live-Übertragung der Puccini-Oper La Bohème aus dem Hochhaus im Gäbelbachquartier bildet eine löbliche Ausnahme. Selbst Leute, die sonst keine Operngänger sind, waren fasziniert von der kreativen und gewagt innovativen Form der Inszenierung und der technischen Leistung. Die Reaktionen waren mehrheitlich positiv und zeigen, dass grosses Engagement auch beim TV Anerkennung auslösen kann. Stellvertretend die Meinung eines begeisterten Zuschauers: «Wann gibt es das noch, dass man am nächsten Morgen nach einer Sendung immer noch berührt ist.
Danke dem Schweizer Fernsehen und allen Mitwirkenden an diesem aussergewöhnlichen Ereignis.» Postman und Wallace kannten eben beide SF nicht.
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Piero Schäfer |
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