Diese Welt, insbesondere jene ennet des atlantischen Ozeans ist schon seltsam: Die Federal Communications Commission, FCC, hatte auf Geheiss ihres Bosses, Präsident Bush, den Fernsehanstalten verboten, Kraftausdrücke auf ihren Kanälen zu verbreiten. Und das bloss, weil U2-Mann Bono während einer Golden-Globe-Verleihung ausgerufen hatte: «Thats really fucking brillant!» Die neue Sprachregelung verbot solche Kraftausdrücke und drohte den Sendern mit Klagen. Doch jetzt ist alles wieder anders: Ein US-Gericht erklärte die Regelung für nicht verfassungskonform. Es gehe nicht an, dass Politiker wie Rohrspatzen fluchen dürften, andere Menschen aber nicht. Und das Gericht hatte einen prominenten Zeugen: Präsident Bush war an einem G-8-Gipfel während einer TV-Übertragung das Wort «shit» entschlüpft. So wurde jetzt mit Hilfe der Richter die umstrittene Auflage wieder abgeschafft. Dies nicht zuletzt mit der Begründung, jeder amerikanische Bürger habe gemäss Verfassung das Grundrecht auf die Entfaltung künstlerischer Freiheit. In der Schweiz ist diese gewahrt, sonst hätte die SRG nach jedem Auftritt des Music-Star-Veteranen Chris von Rohr eine Busse aufgebrummt gekriegt.
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