Lieber Kari
Natürlich hast Du in den meisten Punkten Recht, die Du in Deiner Kolumne ansprichst. Sogar mit der Behauptung, die Kommunikationsbranche kommuniziere schlecht. Der Vergleich mit der Pharmaindustrie und den Krankenkassen hinkt freilich gewaltig: Das Budget, mit welchem die Schweizer Werbung seit Jahren versucht, gegen die Werbeverbote anzukämpfen, ist etwa so, wie wenn Du den DLN Frischauf Seefeld mit Real Madrid oder Chelsea vergleichen würdest. Was die SW pro Jahr für politische Arbeit ausgeben kann, gibt die Chemie im Tag aus. Nicht als Kommunikationsbatzen, sondern als Porto. Im Übrigen hat sich der Dir sehr nahe stehende Verband bisher sehr vornehm zurückgehalten, wenn es darum ging, Antiwerbeverbotskampagnen zu kommunizieren. Aus einem einfachen Grund: Die Werbeverbote betrafen bisher praktisch nur Plakate. Jetzt, wo sich die Restriktionen auf Lebensmittel und Autos auszudehnen beginnen, wacht auch diese Branche auf. Und ich freue mich darauf, sie mit an Bord zu haben. Vielleicht wird dann die Kommunikation ein bisschen besser.
Mit freundlichem Gruss
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