Ein ad hoc zusammengestelltes Wirtschaftskomitee hat ein Papier verabschiedet, das vom Bundesrat «sinnvolle Alkoholpolitik» verlangt. Insbesondere kritisiert das Komitee, dass das BAG die geplanten Massnahmen des Nationalen Programms Alkohol 2007–2011 beschlossen habe, ohne die betroffenen Wirtschaftskreise in die Ausarbeitung mit ein zu beziehen. Weder der Detailhandel noch die Landwirtschaft, auch nicht die Werbewirtschaft oder der Arbeitgeberverband seien zu diesem Thema angehört worden. Und diejenigen wenigen Wirtschaftsvertreter, die zu Hearings eingeladen worden waren, sahen sich einer dominierenden Phalanx von 50 Beamten und Präventionsfachleuten gegenüber. Aus diesem Grund fordern die 14 Unterzeichner den Bundesrat auf, das Massnahmenpaket nicht einfach zustimmend zur Kenntnis zu nehmen, sondern zur Überarbeitung an das BAG zurück zu weisen. Das Komitee fordert zudem eine breit abgestützte politische Diskussion sämtlicher betroffener Kreise und Institutionen. Die unterzeichnenden Organisationen, darunter auch die Schweizer Werbung SW, anerkennen zwar einen Handlungsbedarf im Bereich des Jugendschutzes, lehnen aber unnötige, bürokratische und über das Ziel hinausschiessende Massnahmen ebenso ab wie die Diskriminierung der inländischen Alkoholwirtschaft und die Kriminalisierung und Gängelung weiter Teile der Bevölkerung.
Unterzeichner sind:
Schweizerischer Gewerbeverband, Schweizerischer Bauernverband, Schweizerischer Arbeitgeberverband, Schweizer Werbung SW, GastroSuisse, hotelleriesuisse, Swiss Retail, IG Detailhandel, Schweizerischer Brauereiverband, Verband Schweizer Weinhandel, Schweizerischer Spirituosenverband, Vereinigung des Schweizerischen Import- und Grosshandels, Schweizerischer Obstverband und die Tankstellenshops der Erdölvereinigung
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